ausgewählt: das Buch des Monats

Eines meiner ersten Gespräche als neue Oprah Winfrey werde ich mit einem Experten für Außerirdische führen.

Ich möchte mit ihm über Außerirdische sprechen, die Raumschiffe so klein bauen, dass wir sie nicht sehen können, die mit diesen Raumschiffen uns Menschen aber überall beobachten. Darüber würde ich gerne mehr erfahren.

Das Buch des Monats!

Ach ne, falsches Foto, das war das Buch für den Intelektuellen-Newsletter.

Das hier war’s:

Auserwählt aus zahlreichen Emails, die ich alle von meinem Bot beantworten ließ. Übrigens. Dieser ist bald ausreichend trainiert, um seinen ersten eigenen Newsletter zu schreiben.

Die Geschichte:

Der Polizist verhört den Gorilla, ob dieser Esteban von Spanien, einen bekannten Zoohasser, der alle Tiere eines jeden Zoos nacheinander erwürgt, im Zoo gesehen hat.

Dabei, und das ist eine Nebenhandlung, die nicht im Buch auftaucht – die Innenperspektive Estebans – liebt Esteban die Tiere, ein Typ wie Janosch, eigentlich, und erwürgt sie einzig, um sie aus ihrer Qual befreien.
(Wo war Esteban damals, als ich Chemie-Unterricht oder Nathan der Weise hatte?)

Der Polizist fragt ein Tier nach dem anderen. Zuletzt

erreichen sie das Gürteltier.
Das Gürteltier möchte sich nicht äußern, obwohl der Polizist ihm mit seiner Maglite 9000 Laser direkt in die Augen leuchtet. Als der Polizist ohne jeden Hinweis auf Esteban von Spanien den Zoo verlässt, lynchen die Tiere das Gürteltier, weil sie ein neues Video für YouTube brauchen.

Der Gorilla, der daraufhin alle übrigen Tiere verpfeift, kommt ins Zeugenschutzprogramm,

doch erhält zum Schluss, auf der letzten Seite, im Schlaf die Giftspritze von Geheimdienstmitarbeiter Michael Staade im Mauskostüm, der die Spritze die ganze Zeit über in der Banane versteckte.
(Ja, guckt euch die Bilder ruhig noch einmal an, Michael Staade ist mit der Banane auf jeder Seite dabei!)

The Horror! The Horror!

Weitere Vorschläge für das Buch des Monats waren:

Solar Bones – Mike McCormack
Hello, this is an Irish novel and we find ourselves in the head of Marcus Conway who stands in the kitchen of his home and thinks back about his Irish life and how things have been getting together and falling apart – for Ireland and himself.
The thing is though
it is broken up
like this
and that’s odd
but fun to read

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte – Jorge Bucay
Ein Psychotherapeut, der mit immer neuen Kurzgeschichten seinem Patienten Demian Schwieriges verständlich macht. Auch mit einer Kurzgeschichte über einen Elefanten.
Kommen noch weitere Tiere darin vor? Ein Gürteltier oder Gorilla beispielsweise?
Ja, viele Tiere, aber kein Gorilla oder Gürteltier. Dafür Zen, Sufi und zahlreiche Mythologien auf einfachste Destillate runtergebrochen.
So schlecht wie in Nathan der Weise?
Nein, ganz und gar nicht! Leicht und kurzweilig zu lesen, amüsant, aber auch lehrreich. Aber auch kurzweilig. Und lehrreich.

Unorthodox – Deborah Feldman
Eine Frau in einer ultraorthodoxen Männerwelt, einer chassidischen Gemeinde in New York, die ausbricht, und nun, in Berlin, ein aufrührendes Buch darüber geschrieben hat.
Herzlich Willkommen, Deborah Feldman!
– Ja, dankeschön.
– Wie geht es ihnen, heute?
– Ganz okay.
– Wie gefällt ihnen denn ihre neue Heimat Berlin?
– Mein Sohn liebt es hier. Es gibt so viel zu entdecken!
– Was sicher auch daran liegt, dass sie als Frau in New York ein ultraorthodoxes Leben führten, in dem es nichts zu entdecken, sondern einzig zu befolgen gab.
– Das ist richtig, ja. Das Gefühl von Freiheit, als Frau, hier in Deutschland ist unglaublich. Manchmal wache ich morgens, als Frau, auf und kann es, als Frau, noch immer nicht so recht glauben.
– Vielen Dank Frau Feldman und weiterhin alles Gute.
Ja.

Euer
Meter Mütze

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