neues vom Gorilla

Ich habe mir eben mein erstes YouTube-Video aus dem Jahr 2009 angeschaut.
Warum Esteban von Spanien und ich damals nicht Raketenmäßig als YouTuber durchstarteten ist mir nun klar. Aber das ist schon okay so, wenn ich mir LeFloid, Ju und ItsColeslaw anschaue.

Mit sowas kann ich euch nicht kommen.

Ihr wollt etwas für die zwei, drei Minuten bevor irgendetwas losgeht oder anfängt, auch mal einen Gag zum Einstieg, einen überraschenden Gedanken, Wohlstand und Respekt für das, was ihr macht, eine eigene Immobilie abwohnen, vielleicht mal Kinder oder einen Elefanten erschießen. Der letzte Nebensatz enthält eine lustige Ellipse.

Kommen wir zu

auf vielfachen Wunsch vollkommen *NEU* erzählt!

Die selben Bilder
Die selben Tiere
Die selbe Banane
Aber 1 neue Geschichte und die geht so

Der kleine Gorilla hat den Zoowärter gerufen, mit dem einzigen Tiergeräusch, das sonst nie im Zoo zu hören ist: Wal-Gesang. Der Zoowärter weiß Bescheid, Wal-Gesang heißt: Der kleine Gorilla will wieder roten Libanesen in der Bong rauchen.
Er lässt den Gorilla also aus dem Gehege und geht voran, während die Maus die Bong, eine aus Ton geblasene Bananenbong, hinterherträgt.

Mit den Worten Schlaf gut, oder Gute Nacht weiß jedes Tier: Heute gibt’s roten Afghanen in der Bananenbong! Den Elefanten freut’s, denn sonst ist es meist seine Rüsselbong, durch die geraucht wird und darauf steht er gar nicht. Für alle mitrauchen, das ist einfach zu viel für den friedlichen Riesen.

Der Zoowärter, als offizieller Angestellter des Zoos, möchte sich keiner Straftat schuldig machen, steckt stattdessen in jede Gehegeveriegelung den passenden Schlüssel und überlässt es dem Gorilla, die Tiere herauszulassen. Er weiß, selbst mit Überwachungskameras ist ihm dies bloß als Vergeßlichkeit auslegbar, seine Rechtsschutzversicherung übernimmt den Rest.

Überraschenderweise ist es das Gürteltier, das den roten Libenesen sourct. Eine unbekannte Macht scheint von ihm auszugehen, eine Aura absoluter Autorität, die sein Gehege zum Leuchten bringt.

Auffallend unauffällig wünscht der Zoowärter dem Gürteltier aus nächster Nähe eine Gute Nacht, die geheime Formel, woraufhin das Gürteltier mit dem Schwanz in Richtung des Schmuggelcontainers zeigt: Ernie aus der Sesamstraße, stramm gestopft mit 200 Gramm rotem Libanesen, dass sich Ernies Arme und Beine gar nicht mehr bewegen lassen, ohne Eiszapfengleich abzubrechen.

Der Zoowärter bekommt seinen Anteil, geht nach Hause und bald sieht man von außerhalb des Zoos weißen Rauch aus Richtung des Gürteltiergeheges aufsteigen.

Doch sie haben die Rechnung ohne die Frau des Zoowärters gemacht, die den weißen Rauch durch das Schlafzimmerfenster am Nachthimmel sieht und schon lange etwas vermutet.

Nicht zum ersten Mal, aber zum ersten Mal eilt sie in den Zoo und erwischt den Gorilla auf frischer Tat mit der Bananenbong. Die übrigen Tiere setzen ihre Tiergesichter auf, die die Frau als Mensch und als Frau, als Menschenfrau, nur als Tiergesichter und damit als unschuldig erkennt.
Anders gesagt: Es gelingt ihr nicht, die Grenzen der menschlichen Vernunft zu überschreiten. Der Gorilla soll mit zum Drogentest. Sie wundert sich zwar noch, dass die Maus mitkommt, aber lässt es geschehen.

Für den einfachen und sofortigen Drogentest nimmt die Frau selbst einen kräftigen Zug aus der Bong, die nun einige Minuten vor sich hinglimmte und sie BUM direkt umhaut. Koma. Der Gorilla und die Maus wuchten sie mithilfe der Kordel der Leselampe zu ihrem Mann ins Bett.

Die Maus, tatsächlich Selbstmordattentäter Michael Staade im Mauskostüm, schält nun die Bananenbong in drei gleiche Teile und startet so den Zünder der Bananensprengstoffbombe, die auf Befehl des Gürteltieres im Haus des Zoowärters zu platzieren war. Jahrelang hatten die Zootiere an diesem Plan gefeilt und geprobt, das Zoowärterpaar so tief in deren eigene Auslöschung zu verwickeln, dass sie mit ihren Tiergesichtern niemals verdächtigt würden. C’est trop génial!

Und während ich diese Zeilen schreibe, während ihr diese Zeilen lest, sind die Zootiere wieder frei, dank Märtyrer Michael Staade, dem es noch rechtzeitig gelingt, den zugedröhnten Gorilla aufzuwecken und zurück ihn den Zoo zu schicken, wo dieser die traurig-frohe Botschaft überbringt, just als die Bombe detoniert.

Michael Staade hat es mal wieder geschafft.

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