Schluss machen in der Popmusik

Hast du auch schon einmal Schluss gemacht oder wurde mit dir Schluss gemacht? Vor kurzem? Letzte Woche? Heute? Damit bist du sicher nicht der erste Mensch. Hiltrud Schröder zB. Wir beschäftigen uns mit Popmusik, dieses Mal, du hast es erahnt: Schluss machen. Oftmals wegen Untreue oder schlicht als Fakt. Es ist halt einfach vorbei, Ende, Aus, Nummer löschen.
Exemplarisch I love it von Icona Pop. Der Text geht so:

You’re on a different road, I’m in the Milky way you want me down on earth but I am up in space.
You’re so damn hard to please we gotta kill this switch.
You’re from the 70’s but I’m a 90’s bitch!

I love it!

Sicherlich die textlich und musikalisch reduzierte Variante. Mancher wird das Lied hören und denken “hey Milky Way kenn ich! Schokoriegel” oder “ja, genau, 90’s bitch!”. Bitch ist sowiese immer gut und “I don’t care!” der Wurf nach Vorn.
Textlich und musikalisch elaborierter kommt No Doubt daher, sogar mit Gitarrensolo, Don’t speak. Don’t tell me cause it hurts. Gwen Stefanie als Mischung aus Mel C und Avril Lavigne.

Irgendwo dazwischen möchte ich mich mit folgendem Entwurf einsortieren. Der Text:

You never said a word
and now I’m leaving you
no more poker faces
no more counting two

I’ll be riding in the dirt
I’ll be riding in the rain
Is that the tears you crying?
They will be in vain.

I have my black bike
and I had you
But what brings me forward
That is not you

Leider ohne bitch und Mitgefühl, dafür mit Egal-ich-bin-weg-Attitüde. Es geht nur vorwärts.

I don’t want my girlfriend back, I want it forward – das ist für mich das Paradoxon, um das es hier ganz essentiell geht.